Das Industrieparkmagazin
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Wichtiger Wirtschaftsmotor der Region

Mit einem offiziellen Festakt und einer Ausstellung feierte der Industriepark Walsrode (IPW) seinen
10-jährigen Geburtstag. Rund 110 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft  nahmen am Empfang und an der Eröffnung der Ausstellung „10 Jahre IPW – Regional verankert, weltweit aktiv“ im Gästehaus „ Villa Wolff“ teil.
„Der Industriepark Walsrode ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für den Heidekreis und darüber hinaus“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister zur Begrüßung. „Die moderne Infrastruktur, das Angebot vielfältiger Dienstleistungen und seine strategisch günstige Lage zeichnen diesen Industriepark aus. Hier am Standort Bomlitz/ Walsrode sind Industrieunternehmen der Branchen Chemie, Kunststoffverarbeitung, Life Science, Logistik sowie IT‑Dienstleister mit insgesamt 2.600 Beschäftigten vereint. Dieser gelungene Branchenmix und ein angemessener Anteil von Forschern unter den Mitarbeitern sind Garant dafür, dass auch in Zukunft von hier aus innovative Produkte den Weg zum Kunden finden. Einen maßgeblichen Beitrag zur Stabilität und zur nachhaltigen Entwicklung des Standortes leiste der jetzige Eigentümer und Betreiber Dow. „Dow Wolff ist der starke Partner, die tragende Säule des Industrieparks“, betonte McAllister.

Die Übernahme der ehemaligen Wolff Walsrode AG war auch für Dow ein Meilenstein, betonte Ralf Brinkmann, Präsident von Dow Deutschland. Er hob die unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung hervor, die der Konzern mit seinem Einstieg vor vier Jahren übernommen habe. Mehr als 210 Standorte unterhält der Chemiekonzern weltweit. Doch zum ersten Mal in seiner 114-jährigen Geschichte gehörte ein Multi-User-Standort dazu, auf dem verschiedene Unternehmen unterschiedlicher Branchen
angesiedelt sind. „Das Konzept hat für Dow mittlerweile Modellcharakter für andere Standorte“, sagte Brinkmann. „Bomlitz hat enormes Potenzial. Auch in den nächsten Jahren werden wir unser Know-how einbringen, um den Standort weiterzuentwickeln. Es ist unser Ziel, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass alle hier ansässigen Unternehmen profitabel wachsen und international wettbewerbsfähig bleiben.“

Zahl der Arbeitsplätze leicht gestiegen

Aus der Sicht der Arbeitnehmer zog Andreas Wagenholz, Vorsitzender des Gemeinschaftsbetriebsrates im IPW, eine positive Bilanz aus zehn Jahren IPW. Wagenholz bezeichnete das Modell „als Gewinn für die Region, die Unternehmen und die Mitarbeiter.“ Das Konzept habe sich bewährt, weil die Zahl der Arbeitsplätze am Standort insgesamt nicht nur stabil geblieben, sondern leicht gestiegen sei. Rund 2.600 Menschen arbeiten zurzeit im IPW; die meisten davon bei Dow Wolff Cellulosics (ca. 900 Mitarbeiter) und bei Wipak (ca. 700 Mitarbeiter), einer Tochtergesellschaft der finnischen Wihuri-Gruppe.

„IPW-Unternehmen profitieren von effizienten Strukturen“

Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und eine breite Servicepalette – von der Werksicherheit bis zur Logistik  - seien die Grundlage für den Erfolg des IPW, betonte Alf Wilkens, der den IPW von 2001 bis 2011 leitete. „Die Unternehmen können sich flexibel bewegen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Die effizienten, auf den Bedarf der Unternehmen zugeschnittenen Strukturen ermöglichen wirtschaftliche Produktionsprozesse“, sagte Wilkens, der Anfang Mai innerhalb von Dow eine neue Aufgabe übernommen hat und die Leitung des IPW und des Technik-Dienstleisters Probis an Gerrit Lieske übergab.

Wettbewerbsfähige Energiekosten sind Voraussetzung für Erfolg

„Das Konzept der Chemieparks ist erfolgreich und hat Zukunft“, unterstrich Alf Wilkens. Die Verbundstruktur biete Investoren ein optimales Umfeld, in dem sie ihre Effizienz und Produktivität steigern können. Eine zuverlässige Energieversorgung, der gemeinsame Einkauf von Rohstoffen oder die Anbindung an Forschungsnetzwerke seien wichtige Standortvorteile.
Wilkens wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass in den vergangenen zehn Jahren rund zehn Millionen Euro in die Modernisierung des IPW-eigenen Kraftwerks investiert wurden. Auf Basis der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung wird der Energiebedarf des Standortes mit einem Nutzungsgrad von rund 80 Prozent umweltschonend und effizient gedeckt. „Das ist ein klarer Standortvorteil, weil Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen und wir unseren Partnern eine hohe Verfügbarkeit garantieren“, betonte Wilkens. Steigende Energiekosten, etwa aufgrund der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehenen Abgaben, könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen allerdings massiv gefährden. Energie müsse bezahlbar bleiben, um industrielle Wertschöpfung in Deutschland zu halten. 

Hintergrund: Der Industriepark Walsrode

In Deutschland gibt es nach Angaben der Fachvereinigung Chemieparks e.V. rund 40 Chemie- und Industrieparks mit mehr als 240.000 Mitarbeitern. Der 2001 gegründete Industriepark Walsrode (IPW) ist einer der größten und traditionsreichsten Industriestandorte Norddeutschlands. Rund 2.600 Menschen arbeiten hier in den Bereichen Chemie, Kunststoffverarbeitung, Logistik, Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Dienstleistung.

Die Wurzeln des Standortes reichen fast 200 Jahre zurück. Doch die Gründung des IPW war der bedeutendste Meilenstein seiner Geschichte. Am 1. Januar 2001 gingen fünf neue Unternehmen an den Start, die aus Geschäftsbereichen der ehemaligen Wolff Walsrode AG hervorgegangen waren. „Vor zehn Jahren wurden die Strukturen dafür geschaffen, dass sich die jungen Gesellschaften weiterentwickeln konnten und international wettbewerbsfähig sind“, sagt Alf Wilkens, der den IPW von 2001 bis 2011 leitete.

Die Neustrukturierung erwies sich als strategisch richtige Weichenstellung. „Der IPW ist eine moderne Plattform, auf der die Unternehmen flexibel agieren können, um ihre Geschäfte profitabel weiterzuentwickeln“, sagt Wilkens. Jüngste Ansiedlungen sprechen für die Attraktivität des IPW-Modells. Seit Anfang 2011 steuert Europe Match, einer der führenden Anbieter für Zündhölzer und hochwertige Werbefeuerzeuge in Europa, seinen Vertrieb von Bomlitz aus. Chemieprodukte auf der Basis des nachwachsenden Rohstoffes Cellulose und Kunststoffverarbeitung sind aber nach wie vor die wichtigsten Säulen des IPW.

Seit 2007 ist die Dow Wolff Cellulosics GmbH (DWC), eine Geschäftseinheit des US-Chemieunternehmens The Dow Chemical Company, Eigentümerin des Geländes. Die technische Betreuung des Standortes liegt dabei in den Händen von Probis, einem Tochterunternehmen von DWC.

Spezialisierte Dienstleister sichern darüber hinaus den reibungslosen Infrastrukturbetrieb. Ob Arbeitssicherheit, Betriebsrestaurant, Werkstätten, Qualitätsmanagement, Logistik, Einkauf, Aus- und Fortbildung Abfallentsorgung oder Werkschutz – die gemeinsame Nutzung bestehender Strukturen und Einrichtungen sowie exakt auf den Bedarf der IPW-Unternehmen zugeschnittene Services senken die Fixkosten und schaffen Wettbewerbsvorteile. Beispiele dafür sind die biologische Kläranlage, die Werksicherheit oder eine effiziente und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Energieversorgung. Rund acht Millionen Euro investierte der IPW seit 2001 in den energetischen Umbau des Kraftwerks. Auf Basis der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung werden für die Produktion benötigter Strom, Dampf und Gas umweltschonend und mit einem Nutzungsgrad von 80 Prozent erzeugt.



Pressekontakt


Mandy Schnell
Industriepark Walsrode, Öffentlichkeitsarbeit
August-Wolff-Straße 13
29699 Bomlitz,
Tel.: 0 51 61 - 44 24 11
E-Mail: mandy.schnell.ms@probis-gmbh.de


www.probis-gmbh.de
www.dowwolffcellulosics.com

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